Betrachten Sie die folgenden Aussagen über udev. Welche davon treffen zu?
udev ist Bestandteil des Linux-Kernels.
Mit udev spiegelt das /dev-Verzeichnis des Systems die tatsächlich vorhandene Hardware wider.
udev ist nur beim Systemstart aktiv.
Der udev-Daemon wird vom Kernel über Hardware-Änderungen benachrichtigt.
Als Systemverwalter können Sie Regeln festlegen, die entscheiden, wie Geräte ins System eingebunden werden.
Die Konfiguration von udev steht in der Datei /etc/udev.conf.
LPI-Lernziel Hardware-Einstellungen ermitteln und konfigurieren (101.1)
udev ist die Abkürzung von »userspace /dev«. Das heißt, die
udev-Infrastruktur ist ausdrücklich nicht Bestandteil des Kernels.
Aussage 1 ist also falsch.
Aussage 2 ist richtig, denn der Zweck von udev ist gerade, die
früher üblichen übervollen /dev-Verzeichnisse unnötig zu machen,
indem nur Gerätedateien für Hardwarekomponenten angelegt werden, die
tatsächlich auf dem System vorhanden sind.
Aussage 3 ist falsch -- einer der Vorteile von udev ist, dass auch Hardware erkannt wird, die nicht dauerhaft Bestandteil des Computers ist (Stichwort USB). Wenn udev nur beim Systemstart laufen würde, dann würde das nicht gehen.
Die Aussagen 4 und 5 sind auch richtig.
Die Aussage 6 ist falsch -- die Konfiguration von udev kann ziemlich
komplex sein und steht normalerweise in Dateien und Unterverzeichnissen
unter /etc/udev.
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