Welche Aussagen gelten für den Unterschied zwischen den Kommandos
init und shutdown?
shutdown kann nicht in jeden Runlevel wechseln, in den init wechseln kann.
shutdown kann von jedem normalen Benutzer ausgeführt werden, init nur von root.
Ist ein Benutzer nicht direkt an dem Rechner angemeldet, sondern nur über das Netzwerk, so kann er nur shutdown, nicht jedoch init ausführen.
shutdown erlaubt das zeitverzögerte Wechseln in einen anderen Runlevel.
shutdown warnt alle angemeldeten Benutzer über den bevorstehenden Wechsel in einen anderen Runlevel.
LPI-Lernziel Runlevel wechseln und das System anhalten oder neu starten (101.3)
Mit init ist der Wechsel in jeden angegebenen Runlevel möglich,
während shutdown nur den Wechsel in definierte Runlevel zulässt (0
mit der Option -h, 6 mit der Option -r, 1 ohne besondere
Angabe). Aussage 1 trifft also zu.
shutdown erlaubt den Wechsel von Runleveln mit Zeitverzögerung (etwa
zum Herunterfahren des Systems zu einer vorher spezifizierten
Zeit). Aussage 4 stimmt also auch. Ferner gibt shutdown eine
(oder bei längeren Wartefristen auch mehrere) Warnungen über den
bevorstehenden Wechsels des Runlevels aus, die alle angemeldeten
Benutzer auf ihr Terminal bekommen (Aussage 5).
In der Datei /etc/shutdown.allow kann der Systemverwalter festlegen,
wer -- ausser root -- noch das Kommando shutdown ausführen
darf. init dagegen ist normalerweise root vorbehalten. Aussage 2
ist also nicht wirklich richtig, da nicht jeder normale Benutzer
shutdown ausführen darf, sondern nur diejenigen, die dafür
freigeschaltet sind.
Es ist egal, ob Sie init von der Konsole aus oder über das Netzwerk
ausführen (ansonsten hätten Sie es mit Root-Servern schwer).
Aussage 3 ist also auch falsch.
Nicht angemeldet