Geben Sie alle Orte an, wo das Kommando modprobe nach
Konfigurationseinstellungen sucht.
In der Datei /etc/modprobe.conf
In den Dateien im Verzeichnis /etc/modprobe.d, deren Namen auf .conf enden
In der Datei /lib/modules/Kernelversion/modprobe.conf
In der Datei /usr/lib/modprobe.conf
In den Dateien im Verzeichnis /usr/lib/modprobe.d, deren Namen auf .conf enden
LPI-Lernziel Hardware-Einstellungen ermitteln und konfigurieren (101.1)
Konfigurationsdateien sollten laut FHS normalerweise in /etc abgelegt
werden, und das gilt auch für modprobe. Richtig sind also die Antworten
1 und 2 (alle Dateien in /etc/modprobe.d, deren Namen auf .conf enden,
werden aneinandergehängt). Die Datei /etc/modprobe.conf steht übrigens
auf der Abschussliste, aber noch wird sie benutzt.
In /usr/lib hat diese Sorte Konfiguration nichts verloren, nicht
zuletzt deshalb, weil die Dateien unter /usr beim Systemstart nicht
unbedingt zur Verfügung stehen. Dort Konfigurationseinstellungen für
Module abzulegen, die durchaus beim Systemstart benötigt werden
könnten, wäre also nicht zielführend. Die Antworten 4 und 5 fallen also aus.
Im Modulverzeichnis unter /lib/modules sucht modprobe zwar nach
Informationen über die Modulabhängigkeiten, aber nicht nach
Konfigurationseinstellungen. (Das mag damit zu tun haben, dass das
Modulverzeichnis für jede neue Kernel-Version neu angelegt wird und es
umständlich oder fehleranfällig wäre, die Konfigurationseinstellungen
immer mit zu transportieren.) Antwort 3 ist also auch falsch.
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