Frage 101-7

Geben Sie alle Orte an, wo das Kommando modprobe nach Konfigurationseinstellungen sucht.

  1. In der Datei /etc/modprobe.conf

  2. In den Dateien im Verzeichnis /etc/modprobe.d, deren Namen auf .conf enden

  3. In der Datei /lib/modules/Kernelversion/modprobe.conf

  4. In der Datei /usr/lib/modprobe.conf

  5. In den Dateien im Verzeichnis /usr/lib/modprobe.d, deren Namen auf .conf enden

LPI-Lernziel Hardware-Einstellungen ermitteln und konfigurieren (101.1)

Konfigurationsdateien sollten laut FHS normalerweise in /etc abgelegt werden, und das gilt auch für modprobe. Richtig sind also die Antworten 1 und 2 (alle Dateien in /etc/modprobe.d, deren Namen auf .conf enden, werden aneinandergehängt). Die Datei /etc/modprobe.conf steht übrigens auf der Abschussliste, aber noch wird sie benutzt.

In /usr/lib hat diese Sorte Konfiguration nichts verloren, nicht zuletzt deshalb, weil die Dateien unter /usr beim Systemstart nicht unbedingt zur Verfügung stehen. Dort Konfigurationseinstellungen für Module abzulegen, die durchaus beim Systemstart benötigt werden könnten, wäre also nicht zielführend. Die Antworten 4 und 5 fallen also aus.

Im Modulverzeichnis unter /lib/modules sucht modprobe zwar nach Informationen über die Modulabhängigkeiten, aber nicht nach Konfigurationseinstellungen. (Das mag damit zu tun haben, dass das Modulverzeichnis für jede neue Kernel-Version neu angelegt wird und es umständlich oder fehleranfällig wäre, die Konfigurationseinstellungen immer mit zu transportieren.) Antwort 3 ist also auch falsch.

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22.8.2009 01:07:12

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